Mittwoch, 18. August 2021

6. Tag (18.08.2021) Okaukuejo Restcamp, Etosha


Das heutige Okaukuejo-Camp ist aus der gleichnamigen Feste der deutschen Schutztruppe in Namibia hervorgegangen. Nach dem Ausbruch einer verheerenden Rinderpest-Epedemie 1897 wurde hier eine Kontrollstelle zum Abgrenzen des ganzen nördlichen Landes errichtet, um die weitere Verbreitung der Seuche in den Süden zu verhindern. 1901 wurde sie dann zu einem befestigten Militärposten ausgebaut. Wenige Jahre später wurde Okaukuejo zerstört und die deutsche Kolonialverwaltung errichtete an gleicher Stelle eine Polizeistation mit einem runden Kalksteinturm. Der heutige Turm stammt erst aus dem Jahr 1963.
Mit der Errichtung des Nationalparks gewann Okaukuejo wieder eine größere Bedeutung. Die Station wurde 1950 das erste der Allgemeinheit zugängliche Rastlager im Etosha-Nationalpark und bis heute zum größten Restcamp innerhalb der Parkgrenzen ausgebaut. DAS Alleinstellungsmerkmal von Okaukuejo ist das große und zumeist sehr gut besuchte und nachts beleuchtete Wasserloch. 

Wir haben daher die heutige Safarirunde (wieder drei Löwen und drei graue Riesen (alte Elefantenmännchen) schon am Nachmittag für den Platz auf dem eigenen Bungalowbalkon mit Blick aufs Wasserloch beendet. 



 

  

  

 

 

   

Zwischendrin sind wir für eine knappe Stunde zum Diner im Restaurant rüber. Was soll man sagen: Wir sind beim Charme der späten Siebziger weitgehend satt geworden. 

Die Abendvorstellung war dagegen erstklassig! Im Laufe des Abends haben sich neben einem alten grauen Riesen weit herum um das Loch sechs Nashörner versammelt. Eine völlig unübliche Gruppe. Leider waren die sooo territorial eingestellt, dass sie sogar ein dazukommendes Löwenpärchen aktiv verfolgt und vertrieben haben (bevor wir es vernünftig fotogrfieren konnten).

  

Insgesamt schon wieder ein super Tag.

Die 'echten' Reisekilometer zum Okaukuejo Restcamp sind heute nicht der Rede wert.  (28 km, Netto-Fahrzeit 0:25 h). Hinzu kommen allerdings die verschiedenen Runden und Pirschfahrten im Park.

Übrigens: Nicht von der blauen Farbe auf der Karte verwirren lassen: Die Etosha-Pfanne ist riesige unwirtliche baumlose Salz-Ton-Fläche, die sich nur alle paar Jahre für einige Wochen in einen flachen See verwandelt. 



Dienstag, 17. August 2021

5. Tag (17.08.2021) Etosha Safari Camp

Ein kompletter Tag im Etosha-Park, morgens rein, den ganzen Tag hin- und hertreiben lassen und abends wieder raus. Das war der Plan für heute.

Die Wohnzelte haben sich als Volltreffer herausgestellt. Bequeme Betten, voll ausgestattet (sogar ein USB-Anschluss am Bett zum Handyladen) und kalt wurde es auch nicht. Los ging es mit einem etwas komplizierten Frühstück, da coronabedingt kein Buffet aufgestellt wurde, trotzdem aber alle Kaffee-, Tee-, Müsli-, Ei-, Marmelade-, Saft- sowie Käse- und Wurst-Varianten angeboten werden sollten. Das gab eine vollgeschriebene Bestellung und langsam stückweise auftauchende Frühstücksbestandteile. 

Lecker war es aber allemal.

 

Zum Etosha nur soviel: Die Hauptsichtungen haben wir an den Wasserlöchern Gamsbokflakte östlich und Ozombuji westlich von Okaukuejo gehabt. Heute gibt es erst mal keinen weiteren Text, sondern Fotos:

 

 



 

 

 



 

 

 

 

Montag, 16. August 2021

4. Tag (16.08.2021) Etosha Safari Camp

Etosha Safari Camp

Unser diesjähriger Einstieg ins Etosha-Gebiet mit dem gleichnamigen Nationalpark sind zwei Übernachtungen im Etosha Safari Camp, wenige Kilometer südlich des zentralen Parkeingangs 'Anderson Gate'. Wir kennen das Camp schon aus den beiden vorangegangenen Namibia-Urlauben. 
Besonders gefallen hat uns das Hauptgebäude und das angegliederte Restaurant (alles gebaut und gestaltet wie eine der inoffiziellen Township-Bars, Shebeen genannt) sowie die abendlich Live-Musik am Lagerfeuer. 

Das Etosha Safari Camp wird von der "Gondwana Collection" betrieben, ein namibisches Unternehmen, zu dem eine wachsende Zahl an Unterkünften gehören, das aber auch eigene Naturschutzgebiete eingerichtet und dort z.B. Nashörner angesiedelt hat.

  

Gondwana hat an einigen Standorten ein relativ neues Zelt-Konzept namens Camping2Go eingeführt.  Die bisherigen Bungalows des Etosha Safari Camp sind nun um acht dieser Unterkünfte ergänzt worden, von denen wir zwei benachbarte beziehen. Camping2Go-Zelte bestehen aus einem überdachten Vorbau mit Küchenzeile, Sitzgruppe und Grill- und Feuerstelle, einem Schlafbereich mit bis zu vier Betten und einem (gemauerten) Badezimmer mit Dusche. Ähnliche Konstruktionen hatten wir bereits in den letzten Urlauben im KTP und in Mushara kennengelernt. Diese Unterkunftsform ist eine Zwitter zwischen einem großen Wohnzelt und einem vollausgestatteten Bungalow. 

Nach einer ereignislosen Fahrt erst durch das entlang des schönen Erongo-Gebirges und durch den alten Vulkankrater (von dem man nichts mehr erkennt) ging es schnurgerade und etwas langweilig gerade nach Norden zum Etosha-Park.

Das Einchecken im Camp ging ruckzuck. Die großen Zelte sind wirklich toll. Hier ist es abends übrigens noch 24 Grad und nachts nicht unter 12, also seeeehr angenehm.

Wir nutzen die Zeit von 4 bis 6 um schon einmal in den Parkt zu fahren: Der Sichtungsgott scheint uns auch in diesem Jahr gewogen! In der kurzen Zeit hatten wir bereits zwei (!) Nashörner, einen Elefanten am Wasserloch, diverse Antilopensorten, Schakale etc, etc, etc, vor den Kameras. Die Tiere wirken noch weniger scheu als in den beiden vorhergehenden Urlauben - es sind seit Monaten sooo wenig Autos da.  

Auch hier im Camp übrigens ungewohnte Leere: Sechs Familien bzw. Paare (also ca. 20 Personen) im ganzen Camp bei einer Kapazität von geschätzt bis zu 150 Gästen (alle verteilt liegenden Zimmer, Bungalows, Hauszelte und Campingplätze zusammengerechnet).  Es gibt corona-bedingt ein Menu und kein Buffet, Übrigens alles sehr korrekt (Temperaturmessen, Handdesinfektion, Maske an der Rezeption und bei den Bedienungen, nur draußen an den verteilten Tischen geht es auch ohne.

Bei der Einfahrt in den Park über das Anderson Gate müssen wir dort das Permit für fünf Tage am Eingang anmelden, dann bekommt man eine mühselig ausgerechnete Rechnung, die man dann 17 km weiter im Park bezahlen soll. Dort funktioniert allerdings erst mal nur die Bezahliung für zwei Tage. Da wir am dritten Tag IM Park übernachten werden, brauchen wir dann eine neue Rechnung, Na gut.. Wieder einmal: That is Africa!


Gefahren sind wir heute von der Ameib Guestfarm über Outjo zur Etosha Safari Lodge ohne die erste kleine Runde durch den Nationalpark. (340 km, Netto-Fahrzeit 4:15 h):



Sonntag, 15. August 2021

3. Tag (15.08.2021) Ameib Guesthouse


Heute haben wir eine ruhigen Tag auf der Gästefarm geplant. Nach dem gemütlichen Frühstück (wieder nur wir und die Farm-Familie) sind wir erneut in das Tal hineingefahren. 

Im noch einigermaßen kühlen Morgen stand die Wanderung / Kraxelei zur Philips Cave, einer seit Jahrhunderten von den Einheimischen Stämmen genutzten natürlichen Höhle an, die mit einigen Wandmalereien und einem tollen Blick glänzen kann.




Danach stand eine Nachmittagspause in den Bungalows an und dann erneut eine Fahrt zu den Steinkugel von Bulls Party bei bestem Spätnachmittag -Licht.

Zum Abschluss dann noch ein Spaziergang zum Farm-Damm, mit dem die Wasserversorgung auch in der Trockenzeit sichergestellt wird. Zu Besuch diverse Tiere: Warzenschweine, Impalas und viele verschiedene Vögel, darunter der spannende Hammerkopf.