Freitag, 23. Juli 2021

WOOP WOOP: Es ist entschieden - wir fliegen!

Woop Woop, wir fliegen!

nach reiflichem Hin- und Herüberlegen haben wir nun die abschließende Entscheidung getroffen, dass wir unserer Namibia-Reise antreten werden. Wir zahlen jetzt an die Agentur, die Agentur an die Lodges und den Autovermieter - wir setzen das Urlaubsmaschinchen in Bewegung!

Wir sind alle vier schon vor einigen Wochen abschließend geimpft, die Inzidenzzahlen in Namibia gehen derzeit sehr deutlich herunter (von weit über 400 auf derzeit ca. 140 in nur sechs Wochen) und die Berichte der Urlauber, die sich derzeit in Namibia befinden oder kürzlich zurückgekommen sind, lassen uns die Risiken als gut beherrschbar einschätzen.  Wir werden uns die allermeiste Zeit zu viert im Mietwagen aufhalten, haben keine Städte und damit keine größeren Menschenansammlungen im Reiseplan und die Lodges überschlagen sich mit Informationen, wie gut sie organisiert, auf Corona eingestellt und z.B. ihre Angestellten geimpft haben.  

Das größte 'Risiko' ist noch immer die unklare und seltsame Rechtslage für Rückreisende nach Deutschland. In den letzten Wochen hätten wir fast im Tagesabstand neue Spekulationen, Politiker-Aussagen und im Netz verbreitete Texte des Bundesinnenministeriums, des RKI etc. posten können. Bei uns wächst hier langsam eine Mischung aus Fatalismus und Frust. 

Sicher scheint, dass wir eine PCR-Test für den Hin- und für den Rückflug brauchen. In Wiesbaden und Taunusstein kein Problem und in Windhoek haben wir den tollen Service von unserer Reiseagentur African Dreamtravel angeboten bekommen, uns für den Sonntag vor Abreise eine Testmöglichkeit direkt im Büro der Agentur zu organisieren. Besser geht es kaum!
Unsicher und unklar sind noch immer die Virusvarianten-, Quarantäne- und Freitest-Regeln. Bis zum 6. September werden die bestimmt noch drei Mal geändert. 


P.S. Warum Woop, Woop? Ein neues schönes namibisch-englisches Wort für "Jippieh", das wir von Katja von unserer Reiseagentur gelernt haben.

Freitag, 9. Juli 2021

Leider weiter unklare & unfaire Reiseregeln

Inzwischen sind es nur noch sechs Wochen bis zum Urlaubsstart und die deutschen Corona-Reise-Regeln machen uns noch immer zu schaffen. Derzeit ist Namibia weiterhin "Virusvariantengebiet", was auch für geimpfte eine Rückkehr-Quarantäne von 14 Tagen OHNE Freitest-Möglichkeit bedeuten würde. Wir geben allerdings die Hoffnung nicht auf, dass sich da bis zu unserer geplanten Rückkehr am 6. September noch etwas tut. 

Das Problem der Ungleichbehandlung zwischen verschiedenen Urlaubsdestinationen ist von vielen, die sich damit beschäftigen, natürlich längst erkannt. Die Bundesregierung, bzw. das Auswärtige Amt, stellt sich aber derzeit wohl (noch?) quer. Hier ein Artikel, der das Ganze sehr gut zusammenfasst:

Afrika-Experten kritisieren deutsche Reisewarnungen

Die Arbeitsgemeinschaft südliches und östliches Afrika (ASA) wirft dem Auswärtigen Amt vor, Zielgebiete ungleich zu behandeln. Staaten wie Südafrika und Namibia würden überhart bewertet – im Vergleich etwa zu Indien oder Großbritannien.

Mit der Beibehaltung der Einstufung des südlichen Afrikas als Virusvariantengebiet, werde die Region "stigmatisiert", sagt ASA-Vorsitzender Werner Gordes. "Das kann so nicht weitergehen." Zuvor hatte das Auswärtige Amt zahlreiche Länder wie Großbritannien, Indien und Portugal vom Virusvariantengebiet zum Hochinzidenzgebiet zurückgestuft. Die Begründung: Die Delta-Variante verbreitet sich inzwischen auch in Deutschland, sodass die Aufrechterhaltung der Einstufung als Virusvariantengebiet nicht mehr sinnvoll sei.

Die Delta-Variante herrsche inzwischen aber auch im südlichen Afrika erwiesenermaßen vor, teilte die ASA mit. Angaben des namibischen Gesundheitsministeriums zufolge sei bei 17 von 18 Genom-Sequenzierungen im Mai und Juni 2021 die Delta-Variante festgestellt worden. Die Tests seien in Zusammenarbeit mit dem RKI erfolgt. Auch in Südafrika hat die Delta-Variante die Beta-Variante laut ASA verdrängt. Als Beispiel führt die Arbeitsgemeinschaft die Provinz Gauteng an: Im Mai habe die Beta-Variante noch 64 Prozent der sequenzierten Proben ausgemacht, im Juni seien es nur noch 37 gewesen. Im gleichen Monat sei der Anteil der Delta-Variante in der Provinz auf 53 Prozent gestiegen.

"Wo bleibt die Gleichbehandlung der Länder?", fragt Gordes. "Die ASA fördert seit über 30 Jahren den Tourismus in diese Region und fordert von den Verantwortlichen, dass hier endlich eine Gleichbehandlung in der Bewertung erfolgt. Wenn es um sicheres Reisen im Sinne von Abstand geht, gibt es wohl keine andere Region, die sicherer ist."

Heimische Bevölkerung leidet schwer

Ohne Touristen steige zudem die Arbeitslosigkeit im südlichen Afrika weiter und der Naturschutz sei gefährdet. Eine Zurückstufung sei insofern auch kostenlose Entwicklungshilfe für die Region.

Jörg Ehrlich, Geschäftsführer des Reiseveranstalters Diamir Erlebnisreisen und ASA-Vorstandsmitglied sagt: "Es ist völlig unerklärlich, wie man vollständig geimpfte Personen mit einer Rückreisequarantäne-Pflicht abstraft und so das Reisen in sogenannte Virusvariantengebiete komplett zum Erliegen kommt. Ich kann es keinem Kunden erklären, wieso jetzt plötzlich Reisen nach Indien und Großbritannien sicher möglich sind und nach Namibia oder Südafrika nicht."

Eine Herunterstufung Namibias fordert auch Matthias Lemcke, ASA-Vizepräsident und Marketing-Manager für Europa für das Namibia Tourism Board in Frankfurt. "Da wie in Deutschland, England oder Indien nun auch in Namibia nachweislich die Delta-Variante des Coronavirus dominant ist, muss auch für dieses Reiseland ein solches Herunterstufen stattfinden. Zumal die Inzidenzen wieder sinken und das dünn besiedelte Land dem Reisenden Weite, Abstand und professionelle Hygiene-Konzepte auf den Lodges bietet."

Mit der Herunterstufung zum Hochrisikogebiet wären zahlreiche Reiseerleichterungen verbunden. So entfällt für vollständig geimpfte und genesene Personen die Quarantänepflicht vollständig, für alle anderen wird sie verkürzt, oder ein Freitesten nach fünf Tagen ermöglicht. Zudem entfällt das Beförderungsverbot der Airlines für Nicht-Deutsche oder nicht in Deutschland lebende Personen.

Auswärtiges Amt reagiert ausweichend

Auf Anfrage von fvw|TravelTalk wollte das Auswärtige Amt keine konkrete Stellungnahme zur Einstufung der Länder Südafrika und Namibia abgeben. Die Behörde teilte allgemein mit: Die Entscheidung über eine Einstufung als Risikogebiet und auch deren Aufhebung treffe das Auswärtige Amt gemeinsam mit dem Bundesinnen- und dem Bundesgesundheitsministerium. "Die Einstufung wird fortlaufend überprüft, die entsprechende Liste auf der Website des RKI wöchentlich und anlassbezogen auch in kürzeren Abständen aktualisiert."

 Quelle FVW travel talk

Sonntag, 13. Juni 2021

Caprivi - Graf, Zipfel, Streifen und Region

Caprivi - das ist weder eine italienische Insel noch ein namibischer Freiheitskämpfer, sondern ein preußischer Offizier und der direkte Nachfolger von Otto von Bismarck als Reichkanzler von 1890 bis 1894. Sein beeindruckender vollständiger Name lautet Georg Leopold Graf von Caprivi de Caprera de Montecuccoli. 

Caprivi ist aber gleichzeitig der Name des seltsamen Anhängsels im Nordosten des namibischen Staatsgebiets. Dieser 'Zipfel' (engl.'Strip') wird Caprivi-Zipfel oder Caprivi-Streifen, heute korrekterweise auch Sambesi-Region genannt.

Geschichte
Der Zusammenhang zwischen dem preußischen Reichskanzler und dem Zipfel liegt in der Historie, genauer der Vorgeschichte Nambias als Deutsch-Südwestafrika. Mit dem sogenannten "Helgoland-Sansibar-Vertrag" vom 1. Juli 1890 tauschten das Deutsche Reich und das Vereinigte Königreich einige Territorien und Rechte. Verhandlungsführer auf deutscher Seite war der o.g. Leopold von Caprivi. Deutschland verzichtete in dem Vertrag auf seine (theoretischen) Ansprüche auf Sansibar und Witu und erhielt von Großbritannien die deutsche Hochseeinsel Helgoland und eine schmale Landverbindung zwischen Deutsch-Südwest (Namibia) und dem Sambesi. Ziel Deutschlands war es, eigentlich, über den Caprivi-Streifen zum Sambesi und weiter nach Deutsch-Ostafrika im heutigen Tansania eine Landverbindung zu etablieren. Dieser Plan blieb letztlich eine unverwirklichte Idee.

Nach fast 20 Jahre im Dornröschenschlaf wurde 1908 der Offizier Kurt Streitwolf zu einer Expedition durch den Caprivizipfel geschickt. Dieser war zwar von der landschaftlichen Schönheit und dem Tierreichtum der Region fasziniert, fand aber keine Bodenschätze und bewertet auch den Nutzen des Gebietes für eine landwirtschaftliche Nutzung eher skeptisch. Von einer Besiedlung riet er deutlich ab. "Ein Land, das in der Regenzeit von Moskitos verpestet und voll tropischer Malaria ist und in der Trockenzeit viel Schwarzwasser hat, ist keine Gegend für weiße Besiedlung." Und weiter: "Die weiße Frau bleibt auf alle Fälle besser diesem Lande fern." (Quelle Deutsche Welle: https://www.dw.com/de/wie-namibia-zu-einem-zipfel-kam/) Nach der deutschen Kapitulation in Namibia 1915 übernahm Südafrika die Verwaltung Namibias einschließlich des Caprivi, das auch mit der Unabhängigkeit 1990 weiter namibisches Staatsgebiet blieb. 

Natur und Landschaft

Was Hauptmann Streitwolf vor über 100 Jahre noch abschreckte, ist heute der Grund für viele Touristen, den Flora und Fauna des Caprivi zu besuchen: Der Caprivi ist die wasserreichste Region Namibias und gilt in der Kombination aus den ergiebigen Niederschlägen in der Regenzeit mit den ganzjährig wasserführenden Flüssen Okawango, Kwando und Sambesi fast schon als Tropenparadies mit dichten Wäldern entlang der Flussläufe und Sümpfe und dazwischen Trockenbuschsavanne.

Dank des enormen Wasserreichtums ist der Caprivi auch eine der wildreichsten Gegenden Namibias, die durch mehrere Nationalparks und Reservate in Angola, Namibia und Botswana geschützt werden. Da die Parks nicht eingezäunt sind, wandern große Tierherden ungehindert durch die Region. Im Sommer ist das Klima zu heiß und schwül, im namibischen Winter von Mai bis September wird es nachts angenehm kühl (12-15°C) und tagsüber bis zu 30°C warm. 

Viele touristische Lodges der Region liegen direkt an eine der großen Flüsse und bieten - je nach Wasserstand - Safarifahrten mit dem Boot an. Wir werden in drei Lodges entlang des Caprivi-Streifens jeweils drei Tage als Basis übernachten und hoffen im Idealfall auf solche Bilder: 


Samstag, 12. Juni 2021

Unterkünfte zum 'Appetitmachen'

Was haben wir eigentlich gemacht, bevor es das Internet gab? Wir haben wohl auf die meist ziemlich unrealistischen Fotos in den Prospekten der Reiseveranstalter vertrauen müssen. Diese Fotos gibt es heute meist in digitaler Form natürlich auch noch z.B. auf den Websites der Unterkünfte, aber es gibt eben auch hunderte von Privatfotos, die doch einen deutlich realistischeren Blick bieten. Hier mal je ein Bild der von uns geplanten / gewünschten Unterkünfte zum 'Appetitmachen':

Düsternbrook Lodge, Khomas Hochland
 
Ameib Guestfarm, Erongo Mountains
 
Etosha Safari Camp
 
Okaukuejo Restcamp, Etosha
 
Mushara Lodge, Etosha
 
Kaisosi River Lodge, Rundu, Okavango
 
Ndhovu Safari Lodge, Divundu, Okavango
 
Chobe River Camp, Chobe
 
Namushasha River Lodge, Kwando
 
Roy's Restcamp, Grootfontein
 
Mount Etjo Lodge, Erongo Mountains
 
Kappsvalley Lodge, Voigtland
  

Dienstag, 8. Juni 2021

Routenplan und Unterkünfte stehen

Nachdem nun klar ist, dass wir die Flüge am gleichen Tag umbuchen konnten, ist der Plan der Unterkünfte damit auch fix. Wir haben noch ein paar Änderungen in den ursprünglichen Plan eingebaut und das Ganze sieht nun so aus:

13. Aug 21 - 1 N - Düsternbrook Guestfarm, Eros Mountains
14. Aug 21 - 2 N - Ameib Guesthouse, Erongo
16. Aug 21 - 2 N - Etosha Safari Camping2Go, Etosha
18. Aug 21 - 1 N - Okaukuejo Resort, Etosha
19. Aug 21 - 2 N - Mushara Lodge, Etosha
21. Aug 21 - 1 N - Kaisosi River Lodge, Okavango/Caprivi
22. Aug 21 - 3 N - Ndhovu Safari Lodge, Okavango/Caprivi
25. Aug 21 - 3 N - Chobe River Camp, Chobe/Caprivi
28. Aug 21 - 3 N - Namushasha River Camping2Go, Kwando/Caprivi
31. Aug 21 - 1 N - Kaisosi River Lodge, Okavango/Caprivi
01. Sep 21 - 2 N - Roy's Rest Camp, Grootfontein 
03. Sep 21 - 2 N - Mount Etjo Safari Lodge, Erongo
05. Sep 21 - 1 N - Kappsvalley Lodge, Voigtland

Im Mittelpunkt steht diesmal das 'grüne' Namibia im Nordosten, der sog. Caprivi-Zipfel, in dem wir immerhin elf Tage in vier verschiedenen Lodges am Okawango, am Kwando und am Chobe River geplant haben. Hinzu komme fünf Tage Etosha, Zwischenetappen u.a. im Erongogebirge und am Mount Etjo sowie ein Anreisetag auf der Düsternbrook Farm und ein Abreisetag als Puffer in der Kappsvalleys Lodge nahe des Flughafens.

Tatsächlich gelang es Katja von African Dreamtravel, fast alle geplante Unterkünfte auch tatsächlich zu reservieren. Zwei Abweichungen zu den jeweils direkten Nachbarn waren dann letztlich nötig: Mushara Lodge statt Mushara Bushcamp und am Schlusstag Kappsvalley statt Voigtland. 

Hier die Route noch mal bildlich:


Die Route als GoogleMaps-Karte (also zum Scrollen, Zoomen und Verschieben) ist HIER direkt aufzurufen.

Umbuchung Flüge bestätigt

Der Plan, die Südafrika-Runde in eine Namibia-Runde zu verändern ist das eine.

Die Realisierung ist das andere. Bei den Unterkünften ist African Dreamtravel bereits eifrig, aber bei den Flügen waren noch zwei Varianten im Spiel. Entweder die Flüge Frankfurt-Johannesburg-Frankfurt völlig unverändert lassen und zusätzlich zwei Zubringerflüge zwischen Johannesburg und Windhoek ergänzen oder - natürlich viel besser - die Flüge von Johannesburg auf Windhoek umbuchen.

Zum Glück hat die Lufthansa derzeit coronabedingt "Erweiterte Umbuchungs-Möglichkeiten" in Kraft. Dort heißt es: "Sie können Ihr Ticket generell einmal gebührenfrei umbuchen. Für alle Tickets ... mit einem Reisedatum zwischen dem 01. Februar 2020 und 31. August 2021 ..., ist außerdem eine Änderung der Beförderungsklasse, des Abflugs- oder Zielflughafens einmalig möglich. Ihr Ticket behält weiter seinen Wert." Genau das wollten wir!

Nach einer erheblichen Wartezeit in der Telefonschleife konnten wir relativ problemlos die Flüge von Johannesburg nach Windhoek umbuchen. Leider ist der Superschnäppchenpreis aus dem November heute nicht mehr drin, aber die Zuzahlung lag deutlich unter dem Preis für die Verbindungsflüge von Südafrika nach Namibia, die wir uns erspart haben. Die Flugzeiten unterscheiden sich gerade einmal um 15 Minuten plus / minus. Wir haben also weiter Nachtflüge und gewinnen damit am Anfang und Ende jeweils eine halben Tag Urlaub ohne Umstiegs-Stress mit dem Gepäck in Johannesburg:



Donnerstag, 3. Juni 2021

Countdown einmal anders

 



Ein bisschen langweilig ist es ja schon, nur noch alle 50 Tage eine Countdown-Nachricht zu verfassen. Aber warum eigentlich in Tagen messen?

Heute, am 3. Juni 2021 am späten Vormittag sind es noch 100.000 Minuten bis zum Start am 12. August.

DAS ist doch mal eine schöne runde Zahl, die rechnerisch auch 1.667 Stunden oder nur noch 70 Tagen entspricht. Vielleicht sollten wir doch langsam mit dem Packen anfangen ;-)